
Mehr als 99,9 Prozent der Masse der Materie sind in den Kernen der Atome konzentriert. Soweit wir heute wissen, gibt es weniger als 300 Atomkerne, die stabil sind, das heißt, die keinen Zerfallsprozessen unterliegen. Sie sind damit die entscheidenden Bausteine für die Struktur unserer Welt. Die im Inneren der Sterne zwischen den Atomkernen ablaufenden Reaktionen liefern die Energie, die unser Leben erst möglich gemacht hat. Sie sind die Ursache für die Entstehung der chemischen Elemente.
Mit der Suche nach neuen Elementen forschen Wissenschaftler nach einem tieferen Verständnis der Struktur der Kernmaterie. Sie gehen damit der uralten Frage nach, aus welchen kleinsten Bausteinen die Welt, in der wir leben, zusammengesetzt ist. Das schwerste bislang anerkannte chemische Element wurde von Forschern der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt erstmals 1994 erzeugt und nachgwiesen. Das mit der Ordnungszahl 111 in das Periodensystem der Elemente eingeordnete neue Element hat auch einen Namen: Bundesforschungsministerin Annette Schavan taufte am 17. November 2006 in Darmstadt das neue Element auf den Namen Roentgenium.
Atomkerne sind aus Nukleonen (allgemein Hadronen) zusammengesetzt, die sich wiederum aus noch kleineren Teilchen, den Quarks und Gluonen aufbauen. Die Grenzen des Übergangs von Quarks und Gluonen zu Hadronen und dann zu Kernen sind jeweils fließend und immer noch nicht voll erforscht. Die Hadronen- und Kernphysik hat deshalb noch viele Fragen zu beantworten:
Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), Darmstadt
Forschungszentrum Jülich (FZJ)
COSY: COoler SYnchrotron, polarisierte, gekühlte Protonen- und Deuteronen-Strahlen
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
HERMES: HERa MEasurement of spin dependent structure functions zur Aufklärung der Spinstruktur des Nukleons
Europäisches Laboratorium für Teilchenphysik (CERN), Genf
Stanford Linear Accelerator Center (SLAC), Stanford (USA)
Institut Max von Laue - Paul Langevin (ILL), Grenoble
Forschungszentrum Karlsruhe (FZK)
| Forschungszentrum Jülich, Jülich |
| Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe |
| GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Darmstadt |
| European Organization for Nuclear Research CERN, Genf |
| Institut Laue-Langevin, Grenoble |
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